Newsletter bieten eine regelmässige Plattform für die Bekanntmachung von Aktualitäten. Sie vereinheitlichen und regeln die Kommunikation mit den Kunden. Sie erinnern Ihre Kunden laufend an Sie und verhindern so, dass Ihre Qualitäten in Vergessenheit geraten. Gutgemachte Newsletter bieten Ihren Kunden konkreten Nutzen und sind damit willkommene Informationslieferanten.

Alles andere als Spam

Newsletter sollten ausschliesslich an Empfänger versandt werden, die aktiv ein Abonnement bestellt haben (Permission Marketing). Sie setzen sich dadurch von unerwünschter Werbung, der Spam, ab. Eine weitere Differenzierung zu Spam erreicht man durch nutzenorientierten Inhalt, also wenig Produktwerbung, viel Informationen, Tipps und aktive Hilfe (Ratgeber).

Gründe, seinen Newsletter klar von Spam abzugrenzen

  • Der Versand von Spam ist in der Schweiz und im angrenzenden Ausland verboten.
  • Spamversand kann eine Anzeige wegen Internetkriminalität auslösen.
  • Der Versand von Spam kann dazu führen, dass E-Mail-Accounts und URL vom Provider gesperrt werden.
  • Spamversand führt in den meisten Fällen dazu, dass alle Mailadressen auf sogenannte schwarze Listen kommen und die Mails nicht mehr zugestellt werden.
  • Spamversand kann Gegenangriffe von anderen Usern auslösen wie beispielsweise der Versand tausender E-Mails, so dass Ihr Mailserver untergeht.
  • Spamversand schadet Ihrem Image erheblich.

Das grenzt Newsletter von Spam ab

  • Keine Mailempfänger aufnehmen, die den Newsletter nicht ausdrücklich bestellt haben.
  • Leichte Abbestellmöglichkeit: Je leichter den Abonnenten die Abmeldung gemacht wird, umso kleiner ist die Gefahr von Beschwerden. Ebenso filtern dann weniger die Mail als Spam (eigene Spamordner/-Listen), was wiederum als Spamkriterium gilt.
  • Keine Spam-Wörter wie “Viagra”, “Casino”, “scharf” oder komplett grossgeschriebene Wörter.
  • Nicht mehr erreichbare E-Mail-Adressen regelmässig aus dem Verteiler entfernen. Eine hohe Zahl an unzustellbaren Mails ist ein Spamkriterium.

10-Punkte-Check für rechtssichere Newsletter, aus der eco Richtlinie für zulässiges E-Mail-Marketing:

  1. Liegt die Einwilligung der Empfänger vor?
  2. Kann die Einwilligung nachgewiesen werden?
  3. Wissen die Empfänger, wozu sie eingewilligt haben?
  4. Wurden die Empfänger auf die Abbestellmöglichkeit hingewiesen?
  5. Erhalten die Empfänger eine E-Mail-Bestätigung ihrer Einwilligung?
  6. Können E-Mails bequem abbestellt werden?
  7. Wird auf Anfragen und Beschwerden reagiert?
  8. Ist der Betreff nicht irreführend?
  9. Ist der Absender klar erkennbar?
  10. Ist das Impressum vollständig?

Direktlink:

PDF der “eco-Richtlinie für erwünschtes Online-Marketing” (siehe auch Anhang): https://certified-senders.eu/wp-content/uploads/2016/09/Marketing-Richtlinie.pdf

© eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.

Lichtstraße 43h, 50825 Köln, info@eco.de, www.eco.de

Auch richtige Newsletter können als Spam wahrgenommen werden

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Studie von promio.net GmbH zu Zustellbarkeit von Newsletter aus dem Jahr 2012. Sie besagt unter anderem, dass Newsletter, die nicht wissentlich oder gar nicht abonniert worden sind, mit einer 51%igen Wahrscheinlichkeit nicht geöffnet werden. Im Gegensatz dazu geben 64% der Befragten an, abonnierte Newsletter oft oder immer zu öffnen. Offenbar ist insbesondere das bewusste Abonnement ausschlaggebend für das spätere Engagement. Ein einfaches „Unterjubeln“ des Newsletters ist demnach wie erwartet kontraproduktiv. Kundenbindung beginnt schon bei der bewussten Anmeldung.

Weitere Gründe, Newsletter ungelesen zu löschen

Die Gründe für das Nicht-Öffnen von E-Mails sind darüber hinaus vielfältig. Den Newsletter nicht abonniert zu haben, trifft erneut für fast 80% als Grund zu. Eine fast ebenso grosse Rolle spielt es, den Absender nicht zu kennen (76,1%). Ein uninteressanter Betreff, Absender oder Inhalt bewegt immer noch mehr als 60% dazu, die E-Mail nicht zu öffnen. Ein unpassender Zeitpunkt ist nur für 35% ein Grund, eine E-Mail nicht zu öffnen.