Urheberrechte bei Text und Bild, Impressumspflicht, ISSN-Nummer und Abonnentengewinnung: Teil zwei der Blogserie über erfolgreiche Newsletter macht Ihre Publikation rechtssicher.

Quellen und Zitate

Sie haben für Ihren Text sauber recherchiert, haben viel Zeit investiert, um ausgewogen schreiben zu können. Verstecken Sie Ihre Arbeit nicht. Zeigen Sie, wie seriös die Grundlage Ihrer Textarbeit ist. Wenn Sie Experten befragt haben, zitieren Sie deren Aussagen so oft wie möglich. Damit der Text nicht eintönig wird, können Sie zwischen direkter Rede in Anführungs- und Schlusszeichen, indirekter Rede und Redebericht (Beschreibung, was gesagt wurde) abwechseln.

Auch aus Studien, Fachartikeln oder amtlichen Dokumenten können Sie zitieren. Damit Sie keine Urheberrechte verletzen, sollten Sie jedoch nicht mehr als einen, höchstens zwei Sätze zitieren und klar auf die Quelle verweisen. Generell gehört zu jeder Information, die Sie verwenden, eine Quellenangabe. In Webtexten können Sie auch die Links zum Originaldokument einfügen, das ist eine sehr angenehme und geschätzte Zusatzdienstleistung für die Lesenden.

Quellenangaben zeigen nicht nur die seriöse Basis Ihrer Arbeit, sondern ermöglichen es der Leserschaft ausserdem, die einzelnen Informationen besser einzuschätzen und sich bei Bedarf tiefer mit dem Thema zu befassen.

Prinzipiell: Links statt Copypaste

Eine elegante Lösung, Inhalt für Ihre Nutzer zu generieren, ohne Urheberrechte zu verletzen, sind Hinweise mit Verlinkungen. Texten Sie in Ihren eigenen Worten einen Anriss, der auf den Fachartikel, das Lernvideo oder die Checkliste hinweist, die besonders positiven Punkte herausstreicht und an dessen Ende Sie einen direkten Link setzen.

Verweisender Content ist für die eigene Webpräsenz keine Gefahr, da Untersuchungen belegen, dass die Informationen der verweisenden Seite zugeordnet werden. Mit anderen Worten: Ihre Leser schätzen Ihren Service und ordnen die erhaltenen Infos Ihnen zu. Und wenn Sie die Links zum firmenfremden Inhalt in einem neuen Fenster öffnen lassen, sind die Nutzer nach dem Lesen automatisch wieder auf Ihrer Site.

Gratis-Portale statt Google-Bildsuche

Wer über die Bildersuche bei Google sucht, findet Bilder, deren Urheber nur schwer aufzutreiben sind und deren Rechtefreiheit nicht gegeben ist. Für Bildmaterial bietet der Suchmaschinenriese also keine empfehlenswerte Lösung an.

Dafür gibt es Portale, die sich auf frei verwendbare Bilder spezialisiert haben. Eine Liste mit kostenlosen Bildportalen gibt es hier: https://www.bildersuche.org/kostenlose-bilder-lizenzfreie-fotos.php

Beispiel eines solchen Bildportals ist pixelio.de. Die Bilder dieser Seite dürfen Sie im Rahmen der angegebenen Lizenzen für Ihren Webauftritt verwenden, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

Das Impressum

In der Schweiz ist ein rechtliches Impressum bei regelmässig erscheinenden Publikationen, zu denen Newsletter gehören, Pflicht. Dieses Obligatorium hat auch Vorteile, denn ein Impressum verdeutlicht die Seriosität eines Newsletters und bietet den Nutzern zusätzliche Kontaktmöglichkeiten. Ein international korrektes Impressum kann man sich bequem im Internet erstellen lassen. Man gibt seine Kenndaten ein und generiert per Mausklick das Impressum.

Zum Impressums-Generator: www.bag.ch/impressum-generator

Die ISSN-Nummer

Wer seinen Newsletter auf eine noch professionellere Ebene stellen will, beantragt eine ISSN-Nummer (International Standard Serial Number) für regelmässig erscheinende Schriftenreihen. Dadurch wird Ihr Newsletter als «Digitale Zeitschrift» anerkannt. Mit einer ISSN-Nummer im Titel macht ein Newsletter einen bedeutenderen Eindruck. Eine ISSN-Nummer ist kostenlos und kann mittels einem Formular beantragt werden:

Der Link zum Formular

http://ead.nb.admin.ch/web/forms/issn/new_ger-issn_form.html

 

Abonnenten-Gewinnung: Rechtlich sicher

Erlaubnis einholen

Mit dem revidierten Fernmeldegesetz ist spammen auch in der Schweiz illegal. Und unverlangte versandte E-Mail sind im rechtlichen Sinn Spam. Das Wichtigste ist also, die potenziellen Kundinnen und Kunden dazu zu bringen, Ihren Newsletter zu abonnieren. Einige Möglichkeiten:

Website

Gut sichtbares, einfach Formular zur Newsletterbestellung.

Social Media

Weisen Sie auf Ihren Social-Media-Präsenzen auf den Newsletter hin. Zum Beispiel auf Twitter oder in Ihren Firmenprofilen auf Linkedin und Xing, in Google-Places und auf Ihrer Facebook-Fanpage.

Rechnungen, Korrespondenz, Bestell- und Versandformulare

Kurzwerbung für den Newsletter mit Informationen zum Inhalt.

E-Mail-Signatur

Kurzinfo über den aktuellsten Newsletter mit Link zu Texten und Bestellformular.

Newsletter-Verzeichnisse

Eintrag in verschiedenen Newsletter-Portalen (siehe Linktipps im letzten Kapitel).

Postwurfsendungen, Print-Werbung

Klassische Werbung für die Online-Publikation in Zeitungen, Fachzeitschriften und Magazinen oder via Postwurfsendung (Direct-Mail).

Werbung in anderen Newslettern, auf fremden Websites

Banner- oder Textwerbung in Fachportalen, Branchen-Newsletter usw.

Telefon-Kontakte, Messeauftritte, Veranstaltungen

Jedes Mal nach Mail-Adresse und Zustellerlaubnis fragen.

Sonderaktionen für den Newsletter

Spezielle Wettbewerbe on- und offline, Karten mit einfachem Bestellformular, Leser-werben-Leser-Aktionen.

 

Lesen Sie hier: Erfolgreiche Newsletter – Teil 1: Newsletter vs. Spam

 

Viel Erfolg! Ihre Daniela A. Caviglia

Sollten Sie trotz dieser Tipps noch Mühe haben, unterstütze ich Sie gerne: Telefon 061 793 0 11 0, E-Mail info@gilgenberg-marketing.ch