Wer einen Blog betreibt, einen Newsletter herausgibt oder eine Facebook-Seite betreut, sollte in der Lage sein, gute Texte zu verfassen. Im zweiten Teil meiner Tippserie lernen Sie einfache Tipps und Tricks, wie Sie Informationen richtig vermitteln.

Textaufbau:

Je schneller der Text die Aufgabe der Informationsvermittlung erfüllt, umso besser ist er. Setzen Sie deshalb alle wichtigen Informationen gleich an den Textanfang.

Testen Sie, ob Ihr Text korrekt aufgebaut ist, in dem Sie ihn Satz für Satz von hinten kürzen. Ergibt der Text jeweils noch Sinn und ist die Kerninformation schlussendlich noch enthalten, ist der Textbau korrekt.

Aktualität:

Die meisten Informationen sind nur so lange interessant, wie sie aktuell sind. Verpassen Sie den idealen Zeitpunkt für Ihren Text nicht. Gerade bei Online-Texten müssen Sie sehr schnell reagieren.

Die W-Fragen

Nur wenn alle W-Fragen beantwortet sind, ist ein Informationstext komplett. Fehlt eine der Fragen, wirkt Ihr Text nicht optimal.

Fehlt wer, was, wann oder wo: Der Text lässt sich schlecht einordnen, die Informationen wirken unklar.

Fehlt wie oder warum: Der Text hinterlässt Wissensdurst.

Fehlt das woher: Der Text wirkt unseriös, unglaubwürdig, da er keine Quellenangabe enthält.

Tipp:

Beginnen Sie jeden Informationstext mit der sachlichen Beantwortung der W-Fragen. So vermeiden Sie auch effizient die Angst vor dem weissen Blatt.

Einstieg mit den W-Fragen

Frei erfundenes Beispiel, wie man mit der Beantwortung der W-Fragen in den Text einsteigt:

Text über eine Studie zum Onlineverhalten von Schweizer Internet-User

Wer                      Internet-User

Was                      kaufen deutlich mehr

Wo                        in der Schweiz

Wann                    im 2008

Wie                       online

Warum                  praktisch, einfach, sicherer

Woher (Quelle)     Studie der Uni ZH

Zusammenhängend formuliert:

Im letzten Jahr kauften die Schweizerinnen und Schweizer deutlich mehr im Internet. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Universität Zürich. Der Online-Handel habe nicht zuletzt deshalb zugelegt, weil Käufe im Internet einfach und praktisch sowie immer sicherer sind.

Augenkontakt zu den Lesenden

Sie wissen: Je besser Sie Ihren Text auf Ihre Leserschaft ausrichten, umso erfolgreicher ist er.

Auf die Leserschaft ausrichten heisst auch, so zu schreiben, dass das Gegenüber es versteht.

Schwer verständlich sind Texte mit:

  • Fachbegriffen
  • komplizierten literarischen Bildern
  • verschachtelten oder langen Sätzen
  • Abkürzungen, die man nicht kennt
  • Produktenamen und technischen Begriffen
  • Umschreibungen

Der ultimative Verständlichkeitstest: Laut vorlesen!

Dies ist der zweite Beitrag einer mehrteiligen Serie über bessere Texte. Der nächste Beitrag befasst sich mit bildhaftem Schreiben, der richtigen Wortwahl und gekonnten Formulierungen. Den ersten Teil zu Text-Recherche und -Verwertung lesen Sie hier.

Ich wünsche Ihnen bei der Textarbeit viel Spass und Erfolg!

Ihre Daniela A. Caviglia

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