Leserfrage: «Ich habe vor kurzem einen Facebook-Beitrag in meinem Profil geteilt. Nun wurde ich in den Kommentaren beschimpft, weil der Beitrag unwahr sein soll. Aber dafür bin ich doch nicht verantwortlich, da ich ihn nur weitergeteilt habe?»

Daniela A. Caviglia: «Prinzipiell sind Sie für alles verantwortlich, was Sie in Ihrem Facebook-Profil oder auf irgendeiner anderen Internet-Plattform teilen. Wenn Sie strafbare Inhalte wie urheberrechtlich geschützte Texte und Bilder oder rassistische Sprüche verbreiten, können Sie sogar angezeigt und gebüsst werden. Bei nachweislich falschen Nachrichten droht eine Strafe nur, wenn andere dadurch zu Schaden kommen und einen allfälligen Schadenersatzanspruch erfolgreich gerichtlich erstreiten können.

Jedoch ist jeder und jede auch aus ethischen Überlegungen dafür verantwortlich, möglichst keine falschen Tatsachen zu verbreiten. Nur, wie erkennt man überhaupt falsche Nachrichten? Einfach gesagt, mit einem Fakten- und Quellencheck. Dabei fragt man sich oder recherchiert, ob die Fakten in der Nachricht stimmen können und untersucht, woher die Informationen kommen und ob allenfalls radikale Gruppierungen dahinter stecken. Meist reicht aber schon ein kritischer Blick auf die Nachricht und eine Portion gesunder Menschenverstand, um sogenannte «Fake News» zu entlarven.

Wer ganz sicher gehen möchte, um zukünftig nicht mehr für die Verbreitung falscher Fakten verantwortlich zu sein, findet hier eine detaillierte Checkliste zur Entlarvung (Gross-/Kleinschreibung beachten): goo.gl/tqhAa8

 

Sie haben auch eine Frage zu Social Media oder zum Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln? Senden Sie sie an info@gilgenberg-marketing.ch und Daniela A. Caviglia beantwortet sie Ihnen innert einer Woche.

Eine Auswahl der Fragen und Antworten werden anonymisiert im Blog von «Gilgenberg Marketing» und im «Wochenblatt» publiziert.

Daniela A. Caviglia von Gilgenberg Marketing in Nunningen ist auf digitales Marketing und Online-Kommunikation spezialisiert. www.gilgenberg-marketing.ch