In Anleitung Facebook-Konzept – Teil 1: Das Redaktionskonzept sprachen wir darüber, dass Ihre Veröffentlichungen hauptsächlich auf Ihre Kunden und LeserInnen ausgerichtet werden müssen. Falls Sie noch genug über Ihre Anspruchsgruppen Bescheid wissen, sollten Sie eine Kundenbefragung erwägen. Weitere Quellen für Informationen über Ihre Kunden sind:

  • Beschwerdeabteilung
  • Frontmitarbeitende
  • Kundendienst

Eruieren Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden laufend eruieren und passen Sie Ihre Publikation stetig an, um nachhaltig Erfolg zu haben.

Themenmix und Planung

„Das oberste Ziel der Dramaturgie liegt in ihrer elementaren Bestrebung, die Zuwendung des Zuschauers so intensiv wie möglich werden zu lassen.“

Was in der Theaterwissenschaft und der Literatur gilt, funktioniert auch bei einem Online-Dienst wie Facebook oder einem Blog. Die Zuwendung des Zuschauers – oder hier Lesers – wird durch wechselnde Gefühle intensiviert. Emotionale Nähe und Distanz dürfen sich dabei ebenso abwechseln wie Freude, Empörung, Anteilnahme oder Erkenntnis. Wechseln Sie zwischen Sachinformationen, Meinungstexten, Unterhaltung, Ratgebern, Veranstaltungshinweisen und Angeboten ab.

Die Redaktionsplanung

Sie wissen nun, welche Themen Sie grundsätzlich in Ihre Publikation einbinden können und wie Sie diese aufteilen, so dass die Lesenden wechselnden Emotionen ausgesetzt sind.

Themenfindung

Wenn man eine Facebook-Seite eine Zeit lang betreut, erschöpfen sich manchmal die Themen. Deshalb sollte man sich früh angewöhnen, nach neuen Ideen und Themen Ausschau zu halten. Oft stolpert man im Alltag über eine Idee, die wieder vergessen wird, wenn Sie sie nicht sammeln. Legen Sie sich deshalb einen Ordner oder eine Mappe an, in die Sie interessante Artikel oder Anregungen laufend ablegen. Schreiben Sie auch alle Ideen auf, die im Moment noch nicht aktuell sind, es aber in einigen Monaten sein könnten.

Bestehende Content-Quellen

In den meisten Unternehmen gibt es viele Inhalte, die sich für Ihre Facebook-Präsenz eignen. Beispielsweise:

  • Webinhalte
  • Fragen & Antworten aus dem Kundendienst oder Web
  • Beispiele aus dem Arbeitsalltag, Checklisten, Fach-Anleitungen, Tipps und Tricks von Ihren Mitarbeitenden
  • Bereits existierende Kommunikationsinstrumente wie Newsletter, Kunden- oder Mitarbeitermagazin, PR-Meldungen, Lehrlingsblog
  • Partner-/Zulieferer-News
  • Aktualitäten aus Forschung & Entwicklung oder relevante Branchennews

Weiterführende Linktipps

Hier die Links zu einigen Artikeln über Content-Ideen für Ihre Publikationen:

Eigene Inhalte mit kuratierten ergänzen

Inhalte sammeln, kategorisieren, mit eigenen Einschätzungen würzen und an die Lesenden weitergeben, das nennt man heute Kuratieren. PR-Blogger Klaus Eck erklärt dazu:

„Springen Sie über den eigenen Schatten. Gehen sie in der Zusammenstellung der Inhalte tief und noch tiefer. Erst wenn Sie glauben, dass ihre kuratierten Inhalte so abgefahren, schräg und ausgefallen sind, dass sie kaum noch interessieren, sind Sie dem Idealtypus gefährlich nahe gekommen und das ist gut. Das ist dann der Rahm und der ist immer oben. Alles andere geht im Grundrauschen des Webs unter (wo es auch hingehört). Wenn sie kuratieren sein Sie großzügig und schöpfen Sie aus dem Vollen. Das setzt Zeit voraus aber ihre Leser, und Seher werden es Ihnen danken. Und ihre Reputation wird wachsen.“

Weitere Inhaltsideen

Beispiele für mehrwertigen Inhalt, der Ihre Publikation anreichert:

  • Kurztipps
  • Konkrete Anleitung
  • Branchennews
  • Lese- oder Linkempfehlung
  • Verbrauchertest, Produktvergleich
  • Leser-/Kundenumfrage
  • Leser-/Kundenbriefe
  • Ermässigungen und Aktionen
  • Ratgeber zu konkreten Problemen
  • Kostenlose Pinwand/Tauschecke
  • Hintergrundinformationen
  • Verlosungen und Wettbewerbe
  • Besinnliche/schöne Bilder
  • Persönliches, Menschliches
  • Rätsel, Sudoku, Humor
  • Kolumne, Gastbeitrag

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg!

Ihre Daniela A. Caviglia

Sie haben noch Fragen? Ich unterstütze Sie gerne: 061 793 01 10E-Mail